Cluster Med-Tech

Medizin- und Gesundheitstechnik

Cross4Health für KMU: neue Ausschreibungsrunde

Die ZENIT GmbH ist Partner des EU-Projektes Cross4Health, in dem neue Lösungen für die Gesundheitswirtschaft entwickelt werden. Dabei geht es um Technologien / Methoden und Verfahren – idealerweise aus der Luft- und Raumfahrt, dem Energiesektor, der Biotechnologie oder der kreativen Industrien – die in Richtung Gesundheitssektor transferieren sollen.
Die nächste Ausschreibungsrunde, in der bis zu 20 Projekte unterstützt werden, endet am 18. Februar 2019. Teilnehmende KMU erhalten eine Direktförderung von bis zu 55.000 € in Form von Cash (25.000 €) und innovationsorientierten Dienstleistungen (bis zu 30.000 €).

Zielgruppe sind Unternehmen und Einzelpersonen aus den oben genannten Bereichen.
Projektanträge können in drei Themenfeldern gestellt werden, die Projekte sollen neue, innovative Lösungen für das Gesundheitswesen entwickeln.

1. Early detection and diagnosis
2. Remote patient support
3. Patient management process

Die Teams aus mindestens zwei EU- bzw. assoziierten Staaten müssen von einem KMU geleitet werden und aus mindestens zwei KMU bestehen. Zumindest eines der Unternehmen sollte die Branchen Luft- und Raumfahrt, Energie oder Kreative Industrien vertreten.
Mehr Informationen und Anmeldung: https://cross4health.eu/2ndOpenCall.html

Für nähere Informationen können Sie sich gerne auch an die MitarbeiterInnen des Enterprise Europe Network Sachsen-Anhalt wenden, die Unternehme aus Sachsen-Anhalt bei der Antragstellung unterstützen.

Kontakt in NRW:
Juan Carmona-Schneider
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Anne-Lise Hohenstatt
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Änderung der Bekanntmachung (Bundesanzeiger 09.04.2018)

Die Änderung der Bekanntmachung im Rahmen des Forschungsprogramms "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" – Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Produktion für Medizintechnik – wirtschaftlich und in höchster Qualität (ProMed) finden Sie hier.

Quelle: Bundesanzeiger vom 09.04.2018

Mobile medizintechnische Lösungen für eine patientenfreundliche Gesundheitsversorgung

Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema "Immer vor Ort – mobile medizintechnische Lösungen für eine patientenfreundliche Gesundheitsversorgung"

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will mit dem Fachprogramm Medizintechnik die medizintechnische Forschung und Entwicklung (FuE) stärken und zugleich die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche am Standort Deutschland ausbauen. Gegenstand der Förderung sind industriegeführte, risikoreiche und vorwettbewerbliche Vorhaben der FuE in Form von Verbundprojekten, in denen die Erarbeitung von neuen, marktfähigen, medizintechnischen Lösungen angestrebt wird. Die medizintechnischen Lösungen, Produkte oder Dienstleistungen sollen sich insbesondere dadurch auszeichnen, dass Versorgungsleistungen ortsunabhängiger oder direkt am Patienten erbracht werden können. Förderfähig sind Vorhaben mit folgenden thematischen Schwerpunkten. Die Auflistung ist beispielhaft und nicht als vollständig anzusehen:

Mobile medizintechnische Lösungen im Bereich der ambulanten, häuslichen, rehabilitierenden, geriatrischen und palliativen Versorgung, die eine bessere Versorgung, Nutzung oder Mobilisierung im Vergleich zu bestehenden -Lösungen realisieren. Mobile medizintechnische Lösungen zur Prävention, Diagnose (auch POCT), Therapie, Nachsorge, Rehabilitation, Pflege und Palliativversorgung. Mobile Medizintechnik im Bereich der Erst-, Not- und Unfallversorgung oder im Bereich der Katastrophenhilfe. Integration von medizintechnischen Lösungen in Fahrzeuge, z. B. Rettungsfahrzeuge. Integration oder Bereitstellung von Medizintechnik im öffentlichen Bereich, die durch Betroffene, Erst oder Laienhelfer bedient werden kann. Es können auch Vorhaben in nicht explizit genannten Anwendungsbereichen gefördert werden, solange die Lösungsansätze einen Beitrag zu mobilen medizintechnischen Lösungen im Sinne dieser Förderrichtlinie leisten. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, forschende Kliniken und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Mit der Abwicklung dieser Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit beauftragt: Projektträger Gesundheitswirtschaft - VDI Technologiezentrum GmbH Berlin

Ansprechpartner sind:

Dr. Monika Weinhold und Dr. Rolf Zehbe, Telefon: 0 30/2 75 95 06-41, E-Mail:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Stichwort "Mobile Medizintechnik"

Weitere Informationen:

https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1370.html

Gesucht: Start-Up Unternehmen mit innovativen Ideen

Die Bayer AG sucht für ihr Programm Grants4Apps junge Firmen und Start-Ups mit innovativen Ideen im medizintechnischen Bereich. Dieses begleitende Programm findet in Berlin statt und unterstützt die Firmen mit Büroflächen für 100 Tage, Mentoren und einer Summe von 50.000 Euro. In diesem Jahr werden 5 Firmen gesucht.

Im Fokus der Suche stehen Start-Ups, die sich mit innovativen Ideen für den Gesundheits- und Medizintechnikbereich beschäftigen. Die diesjährige Suche fokussiert sich auf Technologien in der Nephrologie, Gynäkologie, Pulmologie, Kardiologie, Hämatologie, Onkologie, Radiologie Ophthalmologie und infektiöse Krankheiten. Bayer sucht insbesondere Anwendungen, die Software und Hardware verbinden und hochgradige Innovationen wie, künstliche Intelligenz, Bioinformationen, Genomanalyse etc. benutzen.

Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 31. Mai 2017. Die Anmeldung erfolgt auf dieser Website.

Bienkowska begrüßt Verabschiedung neuer EU-Regeln über Medizinprodukte

Die Europäische Kommission hat die Zustimmung des Europäischen Parlaments zu ihren Vorschlägen zu Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika begrüßt. Die beiden neuen Verordnungen werden dazu beitragen, dass sämtliche Medizinprodukte – von Herzklappen bis zu Heftpflastern und künstlichen Hüftgelenken – sicher und zuverlässig funktionieren. Durch die neuen Vorschriften werden die Marktüberwachung und Rückverfolgbarkeit verbessert. EU-Kommissarin Elżbieta Bieńkowska sagte: „Ich freue mich außerordentlich, dass die von uns angestrebte Verschärfung der Kontrollen von Medizinprodukten auf dem EU-Binnenmarkt nun tatsächlich eintritt. Wir müssen im Interesse unserer Bürger stärker kontrollieren – egal ob es sich um Medizinprodukte, Autos oder andere Waren handelt. Statt auf den nächsten Skandal zu warten, sollten wir darüber reden, wie die Marktüberwachungstätigkeiten der Mitgliedstaaten von der EU stärker beaufsichtigt werden können.“

Die beiden neuen Verordnungen enthalten eine Reihe von Verbesserungen bei Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika:

  • Bessere Qualität, mehr Sicherheit und größere Zuverlässigkeit von Medizinprodukten: Die neuen Vorschriften sehen schärfere Kontrollen für besonders risikoträchtige Produkte wie Implantate vor und verlangen, dass vor dem Inverkehrbringen eines Produkts ein Sachverständigenpool auf EU-Ebene konsultiert werden muss. Sowohl die klinischen Prüfungen als auch die Stellen, die befugt sind, das Inverkehrbringen von Medizinprodukten zu genehmigen, werden einer strengeren Aufsicht unterworfen. Zudem fallen nun bestimmte, ästhetischen Zwecken dienende und früher nicht regulierte Medizinprodukte (z. B. gefärbte Kontaktlinsen, die keine Sehkorrektur bewirken) unter die neuen Vorschriften. Für In-vitro-Diagnostika wird außerdem ein neues System zur Risikoeinstufung nach internationalen Richtlinien gelten.
  • Transparentere Informationen für die Verbraucher: Durch die neuen Vorschriften werden wichtige Informationen leichter auffindbar. So erhalten Patienten einen Implantationsausweis mit allen wesentlichen Informationen. Ferner muss für jedes Produkt eine einmalige Produktnummer vergeben werden, damit es in EUDAMED, der neuen europäischen Datenbank für Medizinprodukte, identifiziert werden kann.
  • Strengere Vigilanz und Marktüberwachung: Wenn ein Produkt auf dem Markt erhältlich ist, muss der Hersteller über dessen Leistung Daten erheben. Die EU-Mitgliedstaaten werden sich bei der Marktüberwachung stärker koordinieren.

Auf dem EU-Binnenmarkt gibt es über 500.000 verschiedene Arten von Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika. Medizinprodukte sind beispielsweise Kontaktlinsen, Röntgengeräte, Schrittmacher, Brustimplantate, künstliche Hüftgelenke oder Heftpflaster. Zu den In-vitro-Diagnostika gehören Produkte, mit denen Tests an Proben vorgenommen werden, wie HIV-Bluttests, Schwangerschaftstests und Blutzucker-Überwachungssysteme für Diabetiker.

Der geltende Rechtsrahmen stammt aus den 1990er-Jahren und setzt sich aus drei Richtlinien zusammen. Probleme aufgrund einer abweichenden Auslegung und Anwendung der Vorschriften, der technische Fortschritt und Vorfälle durch fehlerhafte Medizinprodukte (z. B. der Skandal um Brustimplantate von PIP) haben jedoch deutlich gemacht, dass hier eine Überarbeitung nötig war. Im September 2012 hatte die Kommission dazu zwei Legislativvorschläge zu Medizinprodukten und zu In-vitro-Diagnostika vorgelegt.

Die neuen Vorschriften gelten im Fall der Verordnung über Medizinprodukte drei Jahre nach Veröffentlichung und fünf Jahre nach Veröffentlichung im Fall der Verordnung über In-vitro-Diagnostika.