Cluster Med-Tech

Medizin- und Gesundheitstechnik

Änderung der Bekanntmachung (Bundesanzeiger 09.04.2018)

Die Änderung der Bekanntmachung im Rahmen des Forschungsprogramms "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" – Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Produktion für Medizintechnik – wirtschaftlich und in höchster Qualität (ProMed) finden Sie hier.

Quelle: Bundesanzeiger vom 09.04.2018

Förderbekanntmachungen des Bundes (Stand: März 2018)

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über aktuelle Förderbekanntmachungen mit Bewerbungsterminen – ohne Gewähr für Vollständigkeit:

Förderung von transnationalen Forschungsprojekten für Nachwuchswissenschaftler im Rahmen des ERA-Netzes zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen (ERA-NET CVD).
Termin für Projektskizzen: 15.03.2018

Fördermaßnahme "Computational Life Sciences"
Termin für Projektskizzen: 12.04.2018

Gründungen: Innovative Start-ups für Mensch-Technik-Interaktion"
Termin für Projekltskizzen: 5. April 2018 und der 15. Oktober 2018.

Förderung von transferorientierter Versorgungsforschung – Forschung und Ergebnistransfer für eine bedarfsorientierte Rehabilitation
Termin für Projektskizzen: 19.04.2018

Richtlinie zur Förderung von transnationsorientierter Verbundvorhaben im Bereich der Seltenen Erkrankungen
Termin für Projektskizzen: 08.05.2018

Förderung klinischer Studien mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung
Termin für Projektskizzen: 28.05.2018

Translationsorientierte Verbundvorhaben im Bereich der Seltenen Erkrankungen
Termin für Pojektskizzen: 08.05.2018

Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft 2018
Unterstützt werden Gründerinnen und Gründer durch eine intensive Betreuung, ein umfangreiches Beratungs- und Qualifizierungsangebot sowie den Zugriff auf ein umfassendes Netzwerk von Experten und weiteren Akteuren der Gesundheitswirtschaft. Der Wettbewerb startet am 1. März 2018.
Termin für Abgabe der Businesspläne: 31.05.2018

Bei Bedarf unterstützen wir Sie in der Antragserstellung, prüfen Ihren Antrag auf die Vorgaben der Fördergeber bzw. unterstützen bei der administrativen und finanziellen Projektabwicklung. Kontaktieren Sie hierfür unser CLUSTERMANAGEMENT.

Implantate für die Zukunft: hypoallergen, antibakteriell und verschleißfrei

Wissenschaftler arbeiten weltweit daran, Implantate so zu optimieren, dass sie länger halten und qualitativ weiter verbessert werden. Mit einer Kick-off-Veranstaltung am Universitätsklinikum Magdeburg startete nun das Netzwerk „H.A.V.-Implantat“. Ziel des bundesweiten Kooperationsnetzwerkes mit Partnern aus der Forschung und Wirtschaft in Sachsen-Anhalt ist die Entwicklung hypoallergener, antibakterieller, verschleißfreier Implantate.

Mit der Projektleitung ist die tti Technologietransfer und Innovationsförderung Magdeburg GmbH (tti) bzw. das Cluster Medizin- und Gesundheitstechnik des Landes Sachsen-Anhalt (Med-Tech) beauftragt. Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des Programms „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft.

Das Netzwerk ist eine Fortführung des mit Unterstützung des Clusters Med-Tech erfolgreich im Januar 2017 etablierten „Kompetenzzentrums Orthopädie und Unfallchirurgie 4.0“. Mit dieser Initiative wurde die wissenschaftliche Basis zur Verbesserung von orthopädischen Implantaten gelegt. Exzellente Voraus­setzungen am Standort Magdeburg bieten hierfür eine ausgewiesene Profilierung der Hochschule Magdeburg-Stendal im Bereich der funktionalen mikrostrukturierten Oberflächen sowie der kurzen Bearbeitungsketten (Prof. Dr. Harald Goldau) und der Orthopädischen Universitätsklinik Magdeburg im Bereich der Konzeption antibakterieller und hypoallergener Implantate in der Endoprothetik. Das Ärzteteam um Klinikdirektor Prof. Dr. Christoph Lohmann kann auf umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet verweisen. Im Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung der Klinik werden jährlich mehr als 1200 Endoprothesen aller großen und kleinen Gelenke eingesetzt oder ausgetauscht. Die Klinik war in Sachsen-Anhalt das erste zertifizierte Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung.

Transaktion von Wissenschaft in die Wirtschaft

„Nun soll die Zusammenarbeit auch über die Landesgrenzen hinaus und mit Hilfe einer finanziellen Unterstützung des Bundes zu nachhaltigen wirtschaftlichen Effekten der Unternehmen des Maschinenbaus, der Medizintechnik und der Gesundheitswirtschaft führen“, betont der zuständige tti-Projektleiter, Dr. Frank Fleischer. „Dies ist Ziel der moderierten Vernetzung von Unternehmen und Wissenschaftlern zum Zwecke der Entwicklung innovativer Produkte.“

Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung am 25. Januar 2018 am Universitätsklinikum Magdeburg hatten Klinikdirektor Prof. Dr. Christoph Lohmann und Laborleiterin, Prof. Dr. Jessica Bertrand, die Partner des Netzwerkes zu einer Besichtigung des Forschungslabors der Orthopädischen Universitätsklinik eingeladen. Hier werden unter anderem Gewebeanalysen von Patienten mit Prothesenversagen vorgenommen sowie Abriebpartikel von Endoprothesen biologisch in Zellkulturen getestet. Dafür stehen u. a. ein Partikelzähler (Mastersizer Particle Analyser), ein Handspektrometer und ein RAMAN-Spektroskop zur Verfügung. Um Neuentwicklungen für die Endoprothetik testen zu können, gelangt beispielsweise ein Hüftsimulator zum Einsatz. Diese exzellente Ausrüstung wird den kooperierenden Unternehmen bei der anstehenden Entwicklungsarbeit von großem Nutzen sein.

Basierend auf Synergien der Lösungsansätze von Medizinern und Ingenieuren wollen die Unternehmen und Forschungseinrichtungen innerhalb des Kooperationsnetzwerks ein optimiertes Implantat etablieren. Der neue Ansatz besteht in der Anschauung insbesondere der Artikulation als funktionalisierte Oberfläche, der es ganz bestimmte Eigenschaften aufzuprägen gilt. Daraus resultiert ein Alleinstellungsmerkmal, dessen Verwertung insbesondere bei den beteiligten Unternehmen liegen wird.

Das Netzwerkmanagement hat mit Beginn des Jahres 2018 seine Arbeit aufgenommen und wird in der ersten Phase (Laufzeit 1 Jahr) insbesondere konzeptionelle Entwicklungsarbeit leisten, die entsprechende technologische Roadmap (Maßnahmen-Zeit-Planung) erarbeiten sowie die Partner bei der Ausarbeitung von Förderanträgen unterstützen.

Maßgeblicher Industriepartner in diesem Verbund ist die OHST Medizintechnik AG, ein mittelständisches Familienunternehmen mit über 75-jähriger Geschichte, der sich europaweit als kompetenter Komplettlieferant und Full-Service-Provider für die Entwicklung, Zulassung und Fertigung von Implantat-Systemen und Instrumenten etabliert hat. Weitere Unternehmen im Netzwerk sind die HAAS Schleifmaschinen GmbH mit ihren spezifischen Schleiflösung zur Komplettbearbeitung, die Atherma GmbH mit ihrer Kompetenz im Bereich der athermischen Lasertechnologie zur Materialstrukturierung und Beschichtung, die Edelstahl Service Center Burg GmbH mit ihrer umfassenden Kompetenz im Bereich metallischer Werkstoffe, die AMETEK GmbH mit ihrer Business-Unit ZYGO als führendes Unternehmen für Präzisionsmessung, die Vorrichtungsbau Giggel GmbH als Spezialist für den Vorrichtungs- und Prototypenbau sowie die Kleinserienfertigung, die Sondermaschinen Oschersleben GmbH als Maschinenentwickler und -bauer sowie die KE-Steuerungstechnik mit ihrer Kompetenz in Entwurf und Umsetzung von Automatisierungskonzepten.

Unternehmen, die an einer Mitwirkung im Netzwerk interessiert sind, können sich gern bei Dr. Frank Fleischer, tti Technologietransfer und Innovations­förderung Magdeburg GmbH, Tel.: 0391 74435-45, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

 Kick off der Netzwerkpartner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 FOTO: Kick-off-Veranstaltung der Netzwerkpartner (Foto: Elke Lindner/Uniklinikum)

 


Neue EU-Verordnungen für Medizinprodukte

Das Bundesgesundheitsministerium hat die ersten Ergebnisse zur Implementierung der EU-Veordnungen 745/17 sowie 746/17 in das national geltende Medizinproduktegesetz veröffentlicht. Insgesamt haben neun multilateral besetzte Arbeitskreise viele offene Fragen aufgeworfen und bereits erste Antworten skizziert.

Für herstellende Unternehmen in Sachsen-Anhalt sind insbesondere die Ausführungen der UG 1 bis 3 von besonderem Interesse. Zur Webseite des Bundesgesundheitsministeriums gelangen Sie HIER.

Geschäftsanbahnungsreise nach Frankreich (16. - 18. Oktober 2017)

Die Unterstützung deutscher Unternehmen beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen im Bereich der E-Health steht im Mittelpunkt der Leistungspräsentation, die die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer (AHK Frankreich) vom 16. bis 18. Oktober 2017 durchführen wird. Frankreich ist nicht nur bekannt für sein sehr gutes Gesundheitssystem, sondern auch für seine bedeutende Rolle in der internationalen medizinischen Forschung. Seit dem Jahr 2012 hat das französische Gesundheitsministerium mehrere Strukturpläne zur Modernisierung der medizinischen Infrastruktur verabschiedet. Sämtliche Bereiche der Medizin, vom Umgang mit dem Patienten bis hin zu den medizinischen Einrichtungen, sollen digitalisiert werden. Der aktuelle Finanzplan der französischen Regierung der Frankreichs Wirtschaft in Bezug auf den digitalen Wandel fördern soll, sieht vor innovative Unternehmen und Start-ups zu unterstützen, um Frankreich zum internationalen Innovationzentrum für E-Health zu machen.

Anmeldeschluss ist der 21. Juli 2017.

Weitere Informationen können Sie HIER online finden, den Ankündigungsflyer können Sie HIER herunterladen (Quelle: iXPOS).

Ansprechpartner: